Recruiting: Definition & Top 3 Tipps für Ihren Recruitingerfolg!

Definition: Was ist Recruiting?

Als Recruiting wird allgemein der Prozess zur Personalbeschaffung im Unternehmen bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich des Personalwesens / Human Ressources und dient dazu, den aufgrund von z.B. Wachstum, Fluktuation oder Nachfolge entstehenden Personalbedarf eines Unternehmens zu decken.

 

Wie funktioniert Recruiting in der Praxis?

Recruiting wird im Unternehmen entweder als Zusatzaufgabe oder als spezialisierte Funktion betrieben. Dabei verfolgt es die Zielsetzung offene Positionen mittels verschiedener Recruiting-Methoden bestmöglich zu besetzen.

Beliebte Recruiting-Methoden sind z.B. das Schalten von Stellenanzeigen auf der Karriereseite, in Jobbörsen oder in Fachmedien, die Direktansprache passiv Jobsuchender Kandidaten auf Messen oder in sozialen Netzwerken wie XING und LinkedIn, sowie Mitarbeiterempfehlungen durch die bereits bestehende Belegschaft. Auch ist das Employer Branding zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in diesem Kontext nicht zu vernachlässigen.

Im Recruiting-Prozess durchlaufen Kandidaten nach ihrer erfolgreichen Bewerbung verschiedene Auswahlschritte. Typisch sind hierbei Telefoninterviews, Online Assessments und Vorstellungsgespräche.

 

Was sind die typischen Phasen im Recruiting-Prozess?

  • Bedarfsermittlung: Feststellung der Vakanz und Definition der Anforderungen an die Position, in Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Fachabteilung.
  • Veröffentlichung: Bekanntmachung der offenen Stelle, z.B. mittels Schaltung auf der Karriereseite oder in Jobbörsen, sowie in der Direktansprache von Kandidaten (Active Sourcing)
  • Vorauswahl: Nachdem die ersten Interessenten und Bewerber eingegangen sind, werden die Fähigkeiten mit den grundlegenden Anforderungen und Rahmenbedingungen der offenen Stelle abgeglichen.
  • Interviews: In Telefoninterviews und Vorstellungsgesprächen lernen Sie geeignete Bewerber in persönlichen Gesprächen kennen. Optional werden weitere Tests bzw. Online Assessments zur Überprüfung der fachlichen und persönlichen Eignung durchgeführt.
  • Evaluation: Nachdem Sie die Bewerber nun kennengelernt haben, gilt es die passende Person für Ihr Unternehmen zu bestimmen. Anhand objektiver Kriterien vergleichen Sie die Bewerber und entscheiden sich – oft in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der Fachabteilung, welchem Bewerber Sie ein Angebot unterbreiten möchten.
  • Angebot & Vertragsunterzeichnung: Wenn die Entscheidung für den passenden Bewerber gefallen ist, unterbreiten Sie diesem nun Ihr Angebot. Möchte der Bewerber dieses annehmen, folgt anschließend die beidseitige Unterzeichnung des Arbeitsvertrags.
  • Onboarding: Damit Ihr neuer Mitarbeiter schnellstmöglich in dem neuen Job ankommt, sollten Sie dessen Einstieg zusammen mit der Fachabteilung vorbereiten. Besprechen Sie, welche Informationen und Prozesse dem neuen Kollegen in den ersten Wochen vorgestellt werden sollen und stellen Sie diesem am besten einen erfahrenen Kollegen für Fragen zur Seite.

 

Welche Recruiting-Instrumente gibt es?

Recruiting ist eine vielschichtige Aufgabe, in der es nicht DEN einen Recruiting-Kanal oder DAS eine Recruiting-Instrument mit garantiertem Erfolg für alle offenen Positionen gibt. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die relevantesten Recruiting-Instrumente:

 

Karriereseite des Unternehmens

Viele Kandidaten informieren sich direkt auf der Website des Unternehmens über offene Stellen und Karrieremöglichkeiten. Die Karriereseite Ihres Unternehmens bildet die Basis in Ihrem Recruiting und sollte wesentliche Informationen zum Unternehmen, sowie dem Bewerbungsprozess bereithalten.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Karriereseite, dass diese auch für mobile Endgeräte optimiert ist. Rund die Hälfte aller Bewerber bestätigt, dass Mobile Recruiting einen hohen Stellenwert in der Jobsuche hat.

 

Jobbörsen:

Alleine innerhalb der DACH-region gibt es weit mehr als 2.000 Jobbörsen. Welche Jobbörse die richtige Plattform für Ihr Recruiting ist, hängt dabei ganz von Ihrer Zielgruppe ab. Grundsätzlich lassen sich diese zwischen generalistischen Jobbörsen (z.B. Stepstone, Jobs.ch, Karriere.at oder Stellenanzeigen.de), Jobsuchmaschinen (z.B. Kimeta oder Indeed) und Spezialjobbörsen für bestimmte Zielgruppen (z.B. Jobvector) oder Regionen (z.B. meinestadt.de) unterscheiden.

 

Mitarbeiterempfehlung:

Binden Sie Ihre bestehenden Mitarbeiter doch in das Recruiting ein: Viele Ihrer Kollegen haben potentiell passende Kandidaten aus früheren Jobs oder von der Uni in ihrem persönlichen Netzwerk. Studien belegen, dass die Passgenauigkeit empfohlener Mitarbeiter höher als die andere Recruiting-Instrumente ist.

 

Social Media:

Bereits seit einigen Jahren setzen Unternehmen vermehrt auf soziale Netzwerke, um geeignete Mitarbeiter zu finden. Die Basis bildet oftmals ein professioneller Unternehmensauftritt (z.B. mittels Employer Branding Profil auf XING und Kununu), der potentiellen Kandidaten einen transparenten Eindruck von dem Unternehmen als Arbeitgeber vermittelt. Aber auch die Schaltung von Stellenanzeigen oder die Direktansprache von Kandidaten, sind in einigen Netzwerken möglich.

 

Karrieremessen & Hochschulmarketing:

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen nicht nur Mitarbeiter mit einigen Jahren Berufserfahrung, sondern auch Nachwuchskräfte und Young Professionals suchen, eignen sich Karrieremessen, sowie Teilnahmen an Veranstaltungen der Hochschulen für Sie. Zeigen Sie den Absolventen, was Sie als Arbeitgeber auszeichnet und welche Einstiegsmöglichkeiten es bei Ihnen im Unternehmen gibt.

 

Top 3 Recruiting-Tipps für mehr Erfolg

 

Tipp 1: Genauigkeit in Stellenanzeigen

Schärfen Sie das Profil der Stellenanzeige. Je exakter Ihre Angaben zu den Aufgaben der Position und zu den Anforderungen an Kandidaten sind, desto höher sind Ihre Chancen zur optimalen Besetzung der offenen Position.

Tipp 2: Candidate Experience

Übertreffen Sie die Erwartungen der Bewerber mit einem reibungslosen Bewerbungsprozess. Die Candidate Experience sollte bei der Gestaltung Ihrer Prozesse im Recruiting von Beginn an mit bedacht werden.

Tipp 3: Professionelles Onboarding

Das Onboarding des neuen Kollegen sollte nicht erst an dessen ersten Arbeitstag in Ihrem Unternehmen beginnen. Stellen Sie gemeinsam mit der Fachabteilung einen Plan für ein systematisches Onboarding auf der neuen Rolle auf. Es ist wichtig, dass der neue Mitarbeiter wichtige Regeln, Prozesse und Strukturen lernt und hierbei von erfahrenen Kollegen unterstützt wird.

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